Herbrechtingen. Die dringende Sanierung der Rettungsstation “Hohe Wart” hat seit dem Frühjahr 2025 den Dienstplan der Herbrechtinger DRK-Bergwacht bestimmt. Bergwachtleiter Tobias Bosch berichtete jetzt bei der Hauptversammlung, dass sich die Mitglieder mit vielen Stunden Eigenleistung eingebracht haben.
Viel Zeit habe auch die Fortbildung von vier Mitgliedern zur Bergrettungsprüfung Winter bzw. Sommer beansprucht. Nach erfolgreichem Abschluss verstärken die Fortbildungsteilnehmer jetzt die Einsatzgruppe - bestehend aus zwei Frauen und 18 Männern. Medizinische Verstärkung wird durch eine integrierte Notärztin, eine Rettungssanitäterin und einen Notfallsanitäter gewährleistet.
Vier weitere Mitglieder haben im Frühjahr mit der Grundlagenprüfung die erste Hürde zur Einsatzkraft genommen. Insgesamt wendeten die technischen Leiter 363 Stunden für die stetige Weiterbildung der Rettungsgruppe auf.
Die ehrenamtlich tätigen Bergwachten im Landkreis (Herbrechtingen/Heidenheim) bewältigten 2025 insgesamt acht Einsätze. Unter anderem zwei Abtransporte gestürzter Personen auf der Motocrossstrecke in Gerstetten, ein Sportunfall auf dem Nattheim Bogenparcour, eine großangelegte Vermisstensuche in Mergelstetten und eine Totenbergung.
Vielfältig aufgestellt war man bei Übungen: Gemeinsam mit der DRK-Gruppe Hürben wurde eine Personenrettung aus den teilweise engen Gängen der Charlottenhöhle absolviert. Bei einer 24-Stunden-Übung galt es notfallmedizinische Fallbeispielen im Gelände und Abtransporte zu bewältigen.
Präsent war die Bergwacht zudem bei Veranstaltungen, wie Lauf-und Bike-Events. Den Großteil der finanziellen Mittel, die zu einem ausgeglichenen Wirtschaftsjahr beitrugen, generierte die Bergwacht aus Einnahmen der Bindsteinhütte und von Aufträgen zur Ausforstung alter Steinbrüche bei Niederstotzingen und der Güssenburg. Ebenfalls für die Umwelt setzten sich die Bergwachtjugend und der Deutsche Alpenverein am World Cleanup Day bei einer Müllsammelaktion im Eselsburger Tal ein.
DRK-Ehrenpräsident Dr. Bernhard Konyen und Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck hoben hervor, dass die Bergwachten mit ihren speziell ausgebildeten Einsatzkräften und Fahrzeugen vollumfänglich im Rettungsdienst des Landkreises integriert und ein verlässliches Glied der Rettungskette seien.
Geehrt wurden einige Fördermitglieder: Horst Thumm, Thomas Bergmann, (beide 25 Jahre), Gerhard Krämer (30 Jahre), Carola Jarmer (40 Jahre) und llona Flickinger (50 Jahre). Sarah Geringer wurde für zehn Jahre als aktives Mitglied geehrt.
Heidenheimer Zeitung 24.04.2026
