· 2026

DRK ist weiter auf Erfolgskurs

Sprach über Mitglieder, Einsätze und Bedeutung des DRK: Die Präsidentin des Kreisverbandes Simone Maiwald.
Volles Haus: Die Versammlung des DRK-Kreisverbandes im Bürgerhaus Frickingen war gut besucht.

Deutsches Rotes Kreuz - Über Mitglieder, Einsätze und Herausforderungen unserer Zeit: Bei der Versammlung des Kreisverbands Heidenheim wurde einmal mehr die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Organisation deutlich.

Im voll besetzten Bürgerhaus in Frickingen begrüßte die Präsidentin des DRK-Kreisverbands Heidenheim, Simone Maiwald, die Gäste und die zahlreichen Delegierten der Bereitschaften, die sich zur Kreisversammlung eingefunden hatten. Maiwald betonte: ,,Wir wissen alle: Nur eingebunden in eine Gemeinschaft und gemeinsam mit zuverlässigen Partnern kann das DRK, können wir überhaupt erfolgreich unsere Ziele erreichen und unsere dringlichen Aufgaben des Bevölkerungsschutzes erfüllen."

In ihrem Rechenschaftsbericht warf Maiwald einen Blick auf all das, was 2025 bewegt werden konnte. Die Zahlen des Geschäfts-und Tätigkeitsberichts zeigten auf beeindruckende Weise, was das DRK hier vor Ort geleistet habe: 9.851 Mitglieder gesamt, davon 661 Aktive und 57.687 Einsatzstunden - "das ist grandios", so Maiwald. Erfreut war sie auch über 240 junge Menschen beim Jugendrotkreuz und im Schulsanitätsdienst:,,Hier wird die Basis für die Zukunft gelegt", sagte sie.

Blick zurück und nach vorn

Ebenso positiv bewertete sie die sehr hohe Anzahl an Fördermitgliedern, die auch 2025 weiter wuchs. Dies sei vor allem auf die vielen engagierten Aktivitäten des Roten Kreuzes im Haupt- und Ehrenamt zurückzuführen - ob im Rettungsdienst, im Krankentransport, beim Pflegedienst, bei den Sanitätsdiensten der Bereitschaften, bei den „Helfern vor Ort" (1.762 Einsätze 2025), im Rahmen der Sucheinsätze durch die DRK-Rettungshunde oder bei den Einsätzen der Bergwachten. Auch der Bereich Kriseninterventionsdienst (KID) leiste eine unverzichtbare und wertvolle Hilfe. ,,Außerdem ist der DRK-Kreisverband in wirklich vielen sozialen Projekten auf bewundernswerte Weise aktiv", so Maiwald.

Die Präsidentin zeigte sich zufrieden mit der im Februar in Betrieb genommenen neuen Rettungswache in Nattheim, bei der sowohl der Bauzeitenplan als auch das Kostenbudget eingehalten werden konnten. In ihrem Blick nach vorn freute sie sich über den Ende Juni stattfindenden Bezug der neuen Pflegeeinrichtung im Brenzpark-Quartier und den noch in diesem Jahr beginnenden Ersatzneubau des Pflegeheims in Herbrechtingen.

Dies zeige, dass sich das DRK laufend damit beschäftige, sich den Herausforderungen der Zukunft möglichst gut zu stellen. Maiwald fasste zusammen: “Auf zwei Säulen ruht das Gelingen des DRK: auf dem freiwilligen ehrenamtlichen Engagement der Helferinnen und Helfer und auf dem Wirken derer, die den Dienst für die Allgemeinheit hauptamtlich zum Beruf gemacht haben.”

Lobende Worte

Im Anschluss folgten der Bericht des Kreisbereitschaftsleiters Daniel Peischl, der Bericht für das Jugendrotkreuz durch Manuela Döll sowie der von Manfred Kiss verlesene Bericht des verhinderten Rotkreuzbeauftragten Werner Höltge. Schatzmeisterin Linda Früholz berichtete über den Jahresüberschuss 2025. Die Entlastung des Präsidiums erfolgte einstimmig.

Dischingens Bürgermeister Dirk Schabel zeigte sich in seinem Grußwort positiv gestimmt: “Ihr unermüdlicher Einsatz ist von unschätzbarem Wert, den man gar nicht hoch genug würdigen kann.” Er lobte das gute Miteinander mit dem DRK vor Ort. Gerade dieses unbezahlbare Engagement führe dazu, dass sich die Menschen in unseren Gemeinden ,,sicher und wohl" fühlten.

Eindrucksvoll und bemerkenswert sei, was den Berichten zu entnehmen war, meinte der Vizepräsident des DRK-Landesverbands Klaus Pavel. ,,Wir sind Förderer der Demokratie in unserem Land." Angesichts der immer wieder ganz besonderen Einsätze könne man sich gut vor Augen führen, was das DRK nicht nur im Landkreis Heidenheim alles leiste. Er richtete seinen Blick auf das Engagement des DRK im ländlichen Raum und meinte im Hinblick auf die Herausforderungen der Zukunft: ,,Vielleicht muss man die Gemeindeschwester in den nächsten Jahren wieder auf den Weg bringen."

Pavel zeigte sich zufrieden, dass die Helfergleichstellung nunmehr auch beim DRK endlich gelungen sei. Auf Ebene des Landesverbandes habe das DRK bei der neuen Landesregierung deutlich Position bezogen. Bedeutende Themen seien im Koalitionsvertrag verankert worden. Er führte aus, dass ein Kompetenzzentrum für Bevölkerungsschutz sehr wichtig sei und dass das DRK hierbei eine Schlüsselrolle übernehmen müsse.

Um die Herausforderungen in der Pflege künftig besser meistern zu können, hielt Klaus Pavel einen Bürokratieabbau für dringend erforderlich. Er schloss mit den Worten. ,,Es ist schon eindrucksvoll, wie Sie hier im Landkreis Heidenheim zusammenarbeiten - das macht uns alle stolz auch seitens des Landesverbandes."

Heidenheimer Zeitung vom 27.05.2026