· 2026

2.600 Stunden im Einsatz

Bergwachtleiter Jürgen Kunzmann (links) und der technische Leiter Winter, Michael Schmid (rechts), ehrten langjährige Mitglieder, darunter Hans Kentner.

Ehrenamt - Die DRK-Bergwacht ließ bei ihrer Hauptversammlung das Jubiläumsjahr 2025 Revue passieren.

1.100 Stunden für Veranstaltungen, 1.300 für Ausbildung und mehr als 200 für den Naturschutz: Bei ihrer Hauptversammlung in der Bergwachthütte zeigte die DRK-Bergwacht Heidenheim eindrucksvoll, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter einer schnellen und sicheren Hilfe im Notfall im Landkreis steckt. Zugleich blickte die Bereitschaft stolz auf ihr Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr zurück.

Bergwachtleiter Jürgen Kunzmann berichtete von einem ereignisreichen Jahr: 2025 standen die Helferinnen und Helfer bei jedem Wetter bereit, wenn es im unwegsamen Gelände ernst wurde - etwa bei einem Sportunfall in Nattheim, einem Waldarbeiterunfall bei Sontheim, Einsätzen im Motocross-Gelände Gerstetten, einer Vermisstensuche im Steinbruch Mergelstetten oder einer Totenbergung am Schlossberg. Das neue Spezialfahrzeug kam dabei mehrfach zum Einsatz und erleichterte Transporte sowie die Einsatzkoordination.

Neben Rettungseinsätzen war die Bergwacht auch bei großen Veranstaltungen präsent, darunter der Faschingsumzug in Dischingen, ,,Rock am Härtsfeldsee", Mountainbike-Rennen in Nattheim und die Waldarbeitermeisterschaften in Ochsenberg. Rund 270 Stunden entfielen auf diese Sanitätsdienste.

Außergewöhnliche Aufgaben

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Naturschutz: Mehr als 200 Stunden investierten die Ehrenamtlichen in Pflegeeinsätze rund um das Heidenheimer Schloss, um Lebensräume zu erhalten und Arten wie die Schlossbergblume (Orlaya grandiflora) zu schützen. Ergänzt wurde dies durch Nistkästen und Bildungsangebote. Auch für besondere Aufgaben ist die Bergwacht gefragt: Seilaktionen beim Naturtheater, Arbeiten an einer Kirchturmuhr in Söhnstetten oder das sichere Abseilen von Kindern in die Schreiberhöhle führten zur Gründung der neuen „Cable Command"-Gruppe.

Sorgen bereitet der Klimawandel: Verlässlicher Schnee wird seltener, Übungen im Winter sind zunehmend aufwendig zu organisieren.

Wahlen und Ehrungen

Bei den Wahlen wurde Jürgen Kunzmann als Bergwachtleiter bestätigt, Jakob Hanschke ist neuer Stellvertreter. Michael Schmid bleibt technischer Leiter Winter, Hannes Venter übernimmt die Finanzen. Emotional wurde es bei den Ehrungen: Lenny Bassmann (10 Jahre Rotes Kreuz), Jan Stumpf (30 Jahre Rotes Kreuz), Ali Kanmaz (20 Jahre Bergwacht), Hannes Venter (25 Jahre Bergwacht) sowie Wolfgang Liebisch, Robert Schimbera und Hans Kentner (jeweils 50 Jahre Bergwacht-Zugehörigkeit) wurden für ihr Engagement ausgezeichnet. In den Grußworten wurde die professionelle Arbeit der Bergwacht ebenso gewürdigt wie die Bedeutung von Investitionen und psychosozialer Unterstützung nach belastenden Einsätzen.

Mit Blick nach vorn will die Bergwacht weiter in Technik und Nachwuchs investieren. Ausbildungsabende finden donnerstags um 19 Uhr an der Rettungsstation am Hochberg-Skilift statt. Mehr unter www.bergwacht-heidenheim.de.

Heidenheimer Zeitung vom 01.04.2026