Burgberg. Bei der Hauptversammlung der DRK-Bereitschaft berichtete DRK-Bereitschaftsleiterin Anja Hillinger unter anderem über die Einsätze und Weiterbildungen des zwölfköpflgen Teams im vergangenen Jahr. Dazu zählten unter anderem 49 Helfer-vor-Ort-Einsätze (HVO) und Sanitätsdienste auf Festen und Turnieren.
An 28 Dienstabenden wurde Weiterbildung und Vertiefung der Sanitätsausbildung geleistet. Insgesamt war die Bereitschaft 3.656 Stunden im Dienst. Wie immer waren auch die Blutspendetermine mit über 600 Stunden wesentlich.
Oberbürgermeister Dieter Henle dankte den Einsatzkräften und nutzte die Gelegenheit, auf Aktivitäten in Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr hinzuweisen: “Im Hinblick auf klimabedingte Risiken und die politische Weltlage geht es um angepasste Hilfeleistungssysteme und eine neue Rolle der Zivilgesellschaft. Wir brauchen eine breit angelegte Ausbildung der Bevölkerung für Notlagen. Dem DRK kommt hier eine wesentliche Aufgabe zu.”
Abteilungskommandant Hans-Frieder Eberhardt von der Freiwilligen Feuerwehr, Einsatzabteilung Burgberg, nahm den Faden auf: “Eine Katastrophensituation ist etwas anderes als ein schwerer Verkehrsunfall. Sie geht über mehrere Tage und nicht nur über mehrere Stunden.”
In einem konstruktiven Gespräch kam bei der Versammlung der Vorschlag eines Aktionstages, bei dem man an Stationen Dinge ausprobieren kann: unter anderem den Umgang mit Feuerlöscher und Deflbrillator.
Eberhardt blickte sehr positiv auf das geplante Gebäude von DRK und Freiwilliger Feuerwehr in Burgberg - im Sinne gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Übungen. Und er würdigte die HVO-Einsätze: “Hinter jedem dieser Einsätze steckt ja immer auch das Thema: Wie schnell kommt der Rettungsdienst nach Burgberg? Wenn es die Helferinnen und Helfer vor Ort nicht geben würde, könnte es beim einen oder anderen schon um Leben und Tod gehen.”
Der stellvertretende DRK-Kreispräsident Kurt Ganzenmiller berichtete unter anderem vom innovativen Rettungsdienst Heidenheim-Ulm und vom "Heidenheimer Glücksmomente"-Fahrzeug. Er freute sich, dass sich in der Bereitschaft Burgberg bereits Fahrerinnen und Fahrer gemeldet haben: "Wir können mit eurer Betreuung Fahrten anbieten, die die Angehörigen nicht mehr machen können." Es sei beachtlich, was die Bereitschaft Burgberg alles abdecke: “Was mir sehr gut gefällt, ist, dass die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Stadt so gut ist. Dafür bedanke ich mich persönlich und im Namen des Kreisverbandes.”
Auch Achim Gruber-Hillinger lobte die Kameradschaft im Team und mahnte mehr Öffentlichkeitsarbeit an. Einig war man sich, dass nur schreiben nicht ausreicht: Es sei wichtig, Hemmschwellen abzubauen.
Bei der Versammlung wurde Martin Walter zum Schriftführer gewählt, als Nachfolger für Katja Kübler, die im Juni 2025 leider verstorben ist.
Eine Ehrung für 45 Dienstjahre erhielt Anja Hillinger, Mathias Bosch und Martin Walter wurden für fünf Dienstjahre geehrt. Ferner bekommen Ehrungen: Hermann Ludwig für 50 Jahre und Volker Mehrsteiner für 40 Jahre.
Heidenheimer Zeitung vom 01.04.2026
