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1.720 Stunden fürs Ehrenamt

DRK-Bereitschaft - Die Dischinger Gruppe sieht sich gut aufgestellt und hat 2025 eine Menge geleistet.

Dischingen. Dass die DRK-Bereitschaft in Dischingen jede Menge leistet, wurde kürzlich bei der Hauptversammlung deutlich. Wie Bereitschaftsleiterin Carola Jensbach berichtete, ist das DRK in Dischingen gut aufgestellt: mit 24 Mitgliedern, die Hälfte davon sind Frauen. Zum Team zählen zwei Ärzte, ein Rettungsassistent, ein Rettungssanitäter, zwei Rettungshelfer und 18 Sanitätshelfer.

Gut zu tun hatten vergangenes Jahr die „Helfer vor Ort": Sie kamen in 106 Notfallsituationen zum Einsatz. Insgesamt haben die Mitglieder der Bereitschaft 1.720 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet - etwa bei Blutspendeterminen,Sanitätsdiensten, Fortbildungen, Einsätzen und Dienstabenden. Weitere 500 Stunden entfielen laut Jensbach auf allgemeine Organisation sowie Fahrzeug- und Ausstattungspflege. Bei zwei Blutspende-Aktionen konnten in Dischingen 218 Konserven gefüllt werden.

Schriftführerin Selina Schaudi ergänzte die Zahlen mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Bei zahlreichen Arbeitseinsätzen wurden öffentliche Veranstaltungen wie der Fasching oder “Rock am See” begleitet. Ebenfalls positiv: Carola und Heiko Jensbach sind nun "Erste-Hilfe-Ausbilder", Carola Jensbach zudem "Erste-Hilfe-Ausbilder-Feuerwehr". Dadurch können in Dischingen künftig eigene Kurse angeboten werden.

Marianne Glöckler und Bettina Kienle berichteten als Übungsleiterinnen der beiden DRK-Senioren-Gymnastikgruppen in Dischingen und Frickingen über ein ausgefülltes Jahr. Neben der Möglichkeit zur körperlichen Ertüchtigung gehören auch Tanz und Gedächtnisspiele zum Programm, abgerundet durch Ausflüge und gesellige Veranstaltungen. Weil Marianne Glöckler die Übungsstunden aus persönlichen Gründen nicht mehr anleiten kann, wird dringend eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die Übungsleitung in Dischingen gesucht.

Kassierer Heiko Jensbach berichtete, dass 2025 sechs Digitalfunkgeräte und drei Defibrillatoren gekauft wurden. Teure Anschaffungen - die eingegangene Spendensumme von 3.500 Euro zeige eine hohe Wertschätzung für die Arbeit der DRK-Bereitschaft.

Seine Wertschätzung brachte auch Bürgermeister Dirk Schabel zum Ausdruck. Er sei beeindruckt vom Engagement und der verlässlichen Arbeit der rührigen Gruppe. DRK-Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck nahm die einzige Ehrung des Abends vor: Heiko Jensbach wurde für fünf Dienstjahre ausgezeichnet. Er habe in dieser Zeit nicht nur die Dischinger Bereitschaft unterstützt, sondern auch seine Frau, die als Bereitschaftsleiterin viel Zeit ins Ehrenamt investiert.

Im Namen der DRK-Kreisbereitschaftsleitung hob Werner Höltge besonders die Dankbarkeit für die Vorbereitung und Organisation der Einsätze hervor - also jene Aufgaben, die im Stillen und ohne öffentliche Wahrnehmung geleistet werden. Er dankte auch für die wertvollen Einsätze und die dafür aufgebrachte Zeit.

Hartmut Müller betonte als Gesamtwehrkommandant der Dischinger Feuerwehr die auf Augenhöhe und konstruktiv verlaufende Zusammenarbeit mit dem DRK, besonders aber die wertvolle Unterstützung bei den 21 Brandeinsätzen im vergangenen Jahr. Er hob auch die gemeinschaftlichen Rettungseinsätze hervor, bei denen aus den Reihen der Feuerwehr ausgebildete Mitglieder der Defi-Gruppe zur Lebensrettung bereitstehen.

Heidenheimer Zeitung 27.03.2026

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