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  • Dezember

    Erste Bewohner im neuen Pflegezentrum

    Versorgung - Das DRK-Pflegezentrum in der Giengener Schwage ist offiziell eingeweiht. Es konnte in kürzester Zeit in Modulbauweise erstellt werden. Tagespflege, ein stationärer Bereich und auch Wohnungen für betreutes Wohnen haben im Gebäude Platz gefunden. (HZ v. 29.12.22)

    Im Januar 2022 wurde auf dem Grundstück westlich der Straße „Am Wildgraben“ mit einem gemeinsamen Spatenstich die Bauphase vor Ort des neuen DRK-Pflegezentrum Giengen eingeläutet. Zu diesem Zeitpunkt wurden bei der Firma ADK in Neresheim bereits die ersten Module produziert, sozusagen hinter den Kulissen. In Giengen befand sich am Anfang des Jahres noch eine grüne Wiese, heute präsentiert sich auf dem Grundstück eine moderne und an den heutigen Erfordernissen ausgerichtete Pflegeeinrichtung. Neben fünfzehn Plätzen für die Tagespflege finden hier künftig bis zu sechzig Bewohner im stationären Bereich optimale Voraussetzungen in Form von individueller Beratung, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Krankenhausnachsorge, Notfallpflege und vollstationäre Pflege, die sich an den Bedürfnissen der älteren Generation orientiert. Am neuen Standort bietet das DRK alle Möglichkeiten einer fachgerechten pflegerischen Versorgung an.

    Betreutes Wohnen im Gebäude

    Erstmals realisiert das DRK in seinem neuen Pflegezentrum im zweiten Obergeschoss auch insgesamt siebzehn Wohnungen in unterschiedlichen Größen für Betreutes Wohnen (mit der Möglichkeit verschiedener bedarfsgerechten Hilfeleistungen, auch Servicewohnen genannt) sowie Wohnformen für Mitarbeiter des Pflegezentrums.

    In einer kleinen Einweihungsfeier wurde vor Weihnachten nunmehr das bis auf die Außenanlagen fertiggestellte Pflegezentrum in Betrieb genommen. Neben der bauausführenden Firma ADK aus Neresheim war auch die Firma Immotec aus Offenbach (Planung und Projektsteuerung) mit vor Ort und freuten sich gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Dieter Henle, Thomas Schöpplein von der Kreissparkasse Heidenheim, Vertretern des DRK-Präsidiums und einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegezentrums über das gemeinsam Geschaffene.

    Kurze Bauphase

    Der Präsident des DRK-Kreisverbands Dr. Bernhard Konyen brachte die intensive Planungsphase sowie die aufgrund der modularen Bauweise sehr kurz gehaltenen Bauphase mit einigen Stationen in Erinnerung. „Das Projekt ist eine Antwort auf die demografische Entwicklung im Landkreis Heidenheim und insbesondere auch für die Stadt Giengen.“ Konyen nannte das neue DRK-Pflegezentrum ein „großartiges Projekt, weil die Entstehung des Pflegezentrums von der Planung bis zum Erstbezug in atemberaubender Geschwindigkeit von statten ging, trotz aller Katastrophen, die uns das Leben in der Bauphase erschwert haben“.

    Konyen formulierte abschließend: „Mit einem hochmotivierten Personal bietet das neue Pflegezentrum in Giengen ein Ambiente zum Wohlfühlen. Das Zentrum verbreitet Wärme und man fühlt sich irgendwie ‚heimelich‘. Vielleicht, weil sich das Konzept auf besondere Weise an den Bedürfnissen der Bewohner, an den Bedürfnissen der älteren Generation orientiert.“

    Gelungener Lebensraum

    Oberbürgermeister Dieter Henle zeigte sich ebenfalls fasziniert von der schnellen Bauweise. „Vor nicht einmal einem Jahr standen wir hier auf einer Baustelle.“ Henle: „Sie finden hier beste Verhältnisse vor: einen durchweg gelungenen Lebensraum, der Privatheit und Gemeinschaft gleichermaßen ermöglicht, ein Gebäude, das lebendiges Miteinander fördert.“

    Henle resumierte: „Mit dem DRK-Pflegezentrum und den Investitionen in die Jugendanlagen erhält das Miteinander in der Giengener Schwage viele neue Chancen – und ein neues Gesicht.“

    Robert Kohler (GF der ADK Modulraum GmbH) freute sich in seinem Grußwort über die erfolgreiche, aufgrund der Auswirkungen der Pandemie und des Ukrainekonflikts nicht immer einfache Bauphase.

    Bereits Anfang Dezember haben die ersten Bewohner ihre neuen Räumlichkeiten in Westen von Giengen bezogen. Mit Unterstützung des DRK-Rettungsdienstes wurden einige Bewohner mit dem Intensivtransportbus nach Giengen gebracht.

    Gelungenes Gemeinschaftswerk

    Geschäftsführer Mathias Brodbeck freute sich mächtig über das neue Pflegeheim und dankte allen Beteiligten für das gelungene Gemeinschaftswerk. Auch freute er sich über die Tatsache, dass auch Unternehmen aus der näheren Umgebung mit Aufträgen bedacht werden konnten.

    „Das DRK legt auch am neuen Standort in Giengen besonderen Wert auf eine aktivierende Pflege und Betreuung von Körper und Geist. Ein abwechslungsreiches Beschäftigungs- und Aktivierungsprogramm ist für das DRK von zentraler Bedeutung.“

    Geschäftsführer Ulrich Herkommer führte anschließend durch das neue Pflegezentrum und erläuterte die Gesamtkonzeption und die Realisierung auch neuer Elemente. DRK

    Neubau entstand in Windeseile

    Es ging äußerst schnell mit dem neuen DRK-Pflegeheim: Nach dem Spatenstich im Januar wurden bereits Ende März die ersten Module mit Spezialtransporten an ihren endgültigen Standort verbracht und aneinandergefügt. Und es sollte nur zwei weitere Monate dauern, bis nach Fertigstellung der Teilunterkellerung die restlichen Module geliefert und sich vor Ort aufgebaut in Form des neuen Pflegezentrums in seiner ganzen Größe präsentierten.

    Zum Fest eine volle Halle

    Blutspenden - Der Grippewelle, Corona und Weihnachten zum Trotz: Bei der Hürbener Aktion am zweiten Feiertag waren alle Termine ausgebucht. Nächstes Jahr soll es ein „Promi“-Blutspenden geben. (HZ v. 28.12.22)

    Zwischen all den schlechten Nachrichten in den vergangenen Wochen ist diese eine gute: Trotz vieler Krankheiten, trotz Corona und trotz Weihnachten war die Hürbetalhalle in Hürben am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder gut besucht: 170 Blutspenderinnen und Blutspender kamen zwischen 10.30 Uhr und 15 Uhr vorbei, um ihr Blut zu spenden, das in den Krankenhäusern dringend gebraucht wird.

    Frieder Fucker von der Hürbener Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes und zugleich Blutspendebeauftragter für den gesamten Landkreis zieht einen Tag nach der Aktion eine durchweg erfreuliche Bilanz: „Sowohl die Spender als auch die Helfer waren sehr motiviert und positiv gestimmt“, sagt er.

    Halbe Stunde länger

    Im Vergleich zum Vorjahr sei die Aktion dieses Jahr eine halbe Stunde länger gegangen, wodurch man von rund 150 Spenderinnen und Spender auf 170 kommen konnte. Durch die Vorabanmeldung sei vor Ort alles reibungslos abgelaufen. „Die Termine am Vormittag waren schnell vergeben, weil die Besucher oft erst danach mit ihren Familien zum Essen gehen“, so Fucker. Für den Nachmittag habe es etwas länger gedauert.

    Vor Ort im Einsatz waren zwei Abnahmeteams aus Ulm, zwei Ärzte und 15 Helferinnen und Helfer von der DRK-Bereitschaft in Hürben. Wegen Corona herrscht bei den Blutspendeaktionen nach wie vor Maskenpflicht und Vorsicht, auch beim Essen. „Einige Spender bedauern es, dass ein gemeinsames Essen nach der Spende immer noch nicht möglich ist“, erzählt Fucker. Das DRK habe aber Lunchpakete vorbereitet und draußen Würstchen gegrillt, was sehr gut angenommen worden sei.

    Personalmangel spürbar

    Nach wie vor Vorsicht walten zu lassen und zumindest medizinische Masken zu tragen sei Fucker zufolge schon deshalb wichtig, um diejenigen zu schützen, die für die Blutspende gebraucht werden. Engpässe gebe es durch die Krankheitswelle ohnehin schon genug.

    In Herbrechtingen beispielweise mussten kürzlich bereits angemeldete Spender wieder ausgeladen werden, weil schlicht das Personal fehlte. „So kurzfristig können die Teams das nicht auffangen“, betont Fucker. Und auch auf der anderen Seite fielen die derzeit grassierenden Viren auf, dann nämlich, wenn bei Blutspendeaktionen plötzlich 20 bis 30 Menschen weniger kommen als eigentlich angemeldet waren. Dennoch: Aktuell, so weiß Fucker zu berichten, ist die Bereitschaft im Landkreis Heidenheim zur Blutspende recht hoch, die Zahlen seien ordentlich. Damit das so bleibt oder im Idealfall noch gesteigert werden kann, plant das DRK bereits eine größere Veranstaltung im Juni am Weltblutspendetag. In Mergelstetten soll dann gleich zwei Tage lang gespendet werden können, auch auf die Knochenmarkspende soll aufmerksam gemacht werden.

    Obendrauf soll es ein „Promi-Blutspenden“ geben mit allen möglichen Personen, die „Rang und Namen“ haben, wie Fucker schildert. Es ist ihm wichtig, dass vor allem auch die Jugend einen Sinn dafür bekommt, wie wichtig regelmäßige Blutspenden sind. Besonders gefreut hat er sich darüber, dass auch am Montag in Hürben neun Erstspender unter den Besuchern dabei waren. „Zwischenfälle hat es keine gegeben, alles ist wunderbar gelaufen.“

    An den Sonntagen und an bestimmten Feiertagen im Jahr sind Blutspenden nicht genehmigt. Die Hürbener Aktion ist laut Fucker deshalb ganz praktisch, weil die Erythrozyten, also die roten Blutkörperchen aus den Spenden, nur vier Tage überleben.

    230 Spenden beim ersten Mal

    Im Grunde ist die diesjährige weihnachtliche Aktion, zumindest was den Erfolg betrifft, ganz ähnlich abgelaufen wie schon vor etlichen Jahren, als die Hürbener DRK-Bereitschaft zum ersten Mal die Aktion für den zweiten Weihnachtsfeiertag genehmigt bekommen hat.

    „Es war wunderschönes Wetter. Die Leute haben uns die Bude eingelaufen und zum Teil mehrere Stunden gewartet“, erinnert sich Fucker. Statt der relativ vorsichtig geplanten 100 Spenden seien damals 230 Spenden abgewickelt worden, von gerade mal einem Abnahmeteam – das später einige Überstunden auf dem Konto hatte.

    Wann kann man im Januar spenden?

    Im neuen Jahr gibt es rund um den Kreis Heidenheim vier Blutspendeaktionen des DRK: Am Freitag, 13.01., in der Turn- und Festhalle in Neresheim/Elchingen; am Dienstag, 17.01., in der Seeberghalle in Söhnstetten; am Mittwoch, 18.01., in der Egauhalle in Dischingen und am Montag, 23.01., in der Maria-von-Linden-Halle in Burgberg – jeweils von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr, nur in Dischingen erst ab 15.30 Uhr. Anmelden kann man sich unter www.blutspende.de

    Den richtigen Zeitpunkt erwischen

    Karl-Kaipf-Heim -  Die hohen Baupreise hindern die DRK-Heidenheim-Pflegedienste derzeit daran, den geplanten Abriss und Neubau des Herbrechtinger Pflegeheims in die Wege zu leiten. Eine Realisierung bis Sommer 2024 ist trotzdem noch möglich. (HZ v. 09.12.22)

    Bereits im Mai dieses Jahres hatten die DRK-Heidenheim-Pflegedienste ihr nächstes großes Bauvorhaben angekündigt. Neben dem neuen Pflegeheim in der Giengener Schwage soll auch Herbrechtingen einen Neubau erhalten, der das bestehende Karl-Kaipf-Heim ersetzen wird. Das Bauprojekt unterlag von Anfang an einem ehrgeizigen Zeitplan: Abriss und Baubeginn sollen im nächsten Jahr erfolgen, die Fertigstellung dank Modulbauweise spätestens im Sommer 2024. Nun, über ein halbes Jahr später, steht noch immer ein großes Fragezeichen hinter einem Termin für den Baustart.

    Der Grund: Die aktuelle Baupreis- und Zinsentwicklung mache eine Umsetzung der Baumaßnahme unmöglich, da der Betrieb des neuen Heims unrentabel wäre, so DRK-Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck. „Wir wollen ein Gebäude erstellen, das wir wirtschaftlich betreiben können.“ Sobald sich die Kosten im Baugewerbe wieder erholen würden, was vielleicht schon im Frühjahr der Fall sei, könnten Abriss und Neubau relativ zügig in Angriff genommen werden. Um mit den entsprechenden Anträgen schnell auf den Markt reagieren zu können, sei man gerade dabei, die Genehmigungsplanung abzuschließen. Von einer Verzögerung des Bauprojekts ist momentan nicht die Rede.

    Befristete Betriebserlaubnis

    Warum die Zeit drängt: Da das Pflegeheim in der Mühlstraße nicht mehr den aktuellen Vorschriften der Landesheimbauverordnung für Pflegeeinrichtungen entspricht – demnach darf es nur Einzelzimmer mit eigenem Sanitärbereich geben –, hat das DRK nur noch eine befristete Betriebserlaubnis bis August 2024 bekommen. Das Karl-Kaipf-Heim verfügt lediglich über Doppelzimmer oder Einzelzimmer, von denen sich immer zwei ein Bad teilen. Also muss eine grundlegende bauliche Veränderung her.

    Laut Betreiber stelle ein Abriss mit Neubau gegenüber einer Sanierung des über 30 Jahre alten Gebäudes die wirtschaftlichere Lösung dar. Er bezieht sich auf ein energetisches Gutachten, das man vor ein paar Jahren erstellen ließ. Als das Heim Anfang der 90er-Jahre errichtet wurde, habe die Architektur eine wichtigere Rolle als der Energieverbrauch gespielt, so Brodbeck. Obwohl die Pflegeeinrichtung durchgehend gut belegt war, hätten von Beginn an hohe Energiekosten einen einträglichen Betrieb erschwert.

    Gesetzt den Fall, dass das Gebäude im August 2024 noch steht, könnte das DRK die elf Doppelzimmer ab dann nicht weiter nutzen. „Dadurch würden wir Plätze verlieren.“ Für die Einzelzimmer würde der Pflegedienst eine Verlängerung der Betriebserlaubnis beantragen. Für den DRK-Kreisgeschäftsführer würde dieses Szenario, nur einen Teil des Pflegeheimes zu belegen, nicht nur aus betriebswirtschaftlicher, sondern auch aus energetischer und wasserhygienischer Sicht keinen Sinn machen. „Es ist unser erklärtes Ziel, alsbald aus Alt Neu zu machen.“

    Um das Karl-Kaipf-Heim zügig „entmieten“ zu können, habe man in den vergangenen Monaten den Anteil der Kurzzeitpflegeplätze erhöht. Die hohe Fluktuation der Bewohnerinnen und Bewohner bedeute zwar eine größere Arbeitsbelastung für das Personal, sei aber für einen fairen Umgang mit den Patienten wichtig. Dar­über hinaus habe man einem Teil der Bewohner angeboten, in Giengen eine neue Heimat zu finden. Am Montag seien bereits ein paar ins neue Pflegeheim gebracht worden. Langzeitpflegepatienten würden in Herbrechtingen aber nach wie vor aufgenommen. Für eine gewisse Zahl könne man, wenn es soweit ist, Plätze in den Einrichtungen in Giengen oder in Heidenheim anbieten. Bis die Abrissbagger anrollen können, ist geplant, die Belegung insgesamt auf etwa die Hälfte zu reduzieren.

    Ebenfalls wertvolle Zeit sparen könnte die zwischenzeitlich aufgekommene Idee, den vorhandenen Keller nicht zu entfernen, sondern aufzufüllen und als tragfähiges Element fürs neue Objekt zu verwenden – vorausgesetzt, die Statik ermöglicht es. Dies würde die Abbruch- und Gründungsarbeiten beschleunigen.

    Um den Weg für einen Neubau frei zu machen, hatte die Stadt Herbrechtingen die Fläche der Begegnungsstätte im Karl-Kaipf-Heim an das DRK verkauft. Ursprünglich sollte die städtische Begegnungsstätte bis Jahresende ausgezogen sein. Aber weil man nun doch nicht so schnell handeln müsse, so Brodbeck, gebe man der Begegnungsstätte bis zum Frühjahr Zeit, bis die neuen Räumlichkeiten im Buigen-Center und in den Ratsstuben bezugsfertig seien. Ein ausführlicher Bericht zur städtischen Begegnungsstätte folgt.

    So soll der Neubau aussehen

    Der Entwurf für den Neubau des Karl-Kaipf-Heimes stammt aus der Feder des Unternehmens Immotec aus Offenbach am Main. Aus der Vogelperspektive wird aus dem jetzigen „H“-förmigen Gebäude ein „M“, wodurch mehr Parkplätze auf der Vorderseite realisiert werden können. Es sind drei Vollgeschosse vorgesehen. Im Erdgeschoss sollen der Tagespflegebereich, der Empfang, Küche, Technik und Büros unterkommen. Im ersten und zweiten Obergeschoss soll es auf beiden Flügeln 15 Einzelzimmer geben, also Plätze für insgesamt 60 Bewohnerinnen und Bewohner. Derzeit sind es 72 Personen auf zwei Etagen. Im dritten Stock – ein Staffelgeschoss – sollen Unterkünfte für betreutes Wohnen entstehen, die einen separaten Zugang erhalten sollen.

    Schwer in Mode

    Secondhandladen - Seit zehn Jahren gibt es das Kleiderglück des DRK in der Marktstraße, seit der Pandemie sogar mit weit mehr Fläche. Es ist längst nicht mehr so, dass vor allem Hilfsbedürftige dort einkaufen. (HZ v. 08.12.22)

    Entschuldigung, haben Sie das auch in meiner Größe? – Schmunzelnd erzählen die Mitarbeiterinnen des Kleiderglücks in der Giengener Marktstraße, dass sie das immer wieder gefragt werden. Dabei ist das Kleiderglück ein Secondhandladen, in dem Gebrauchtware verkauft wird, die andere abgegeben haben. Das Geschäft ist keine Boutique, kein normales Bekleidungsgeschäft, in dem ein Teil in zehnfacher Ausführung am Bügel hängt. Vor allem seit dem Umzug in ein neues Gebäude, wirkt der Laden des Deutschen Roten Kreuzes jedoch so.

    350 Quadratmeter Verkaufsfläche, liebevoll dekorierte Schaufenster, Modellpuppen, die einige Stücke zeigen, Schuhregale, Taschen, Gürtel, gesonderte Bereiche für Abend- oder Jugendmode. Wer eine Beratung braucht, bekommt sie von Ladenleiterin Natalia Wilmann oder von einem oder einer der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, von denen manche schon dabei sind, seit es den Laden gibt.

    Der Unterschied zur gängigen Boutique: Bevor sich hier die Regale füllen, müssen die Ehrenamtlichen hinter den Kulissen etliche Kisten und Säcke voller Kleidung sichten, sortieren, bepreisen. Während vorne jemand aus dem Team an der Kasse steht, macht hinten jemand damit weiter, neu abgegebene Ware durchzuschauen und an die richtige Stelle zu verräumen.

    Großer Keller voller Kisten

    Nicht immer ist das gleich eines der Regale im Laden. Im Idealfall sollte auch im Lager immer noch etwas Puffer sein, um nachzufüllen, außerdem verfügt das Geschäft seit seinem Umzug während der Pandemie ins Nebengebäude über einen großen Keller, in dem in Kisten sortiert beispielsweise Saisonware untergebracht ist, die erst zur passenden Zeit wieder herausgeholt wird.

    Überall hängen hier Schilder mit Infos zu Art und Größe der Ware, neben Jeans oder Winterjacken können das auch mal Schneeanzüge oder Wolldecken sein. Zwischen all den Kisten erklärt Angela Zell, Koordinatorin des Kleiderladens, dass die Sortierung auch für den Fall ganz praktisch sei, dass irgendwo plötzlich Leute in eine Notlage gerieten und von heute auf morgen Kleidung benötigten. „Es macht keinen Sinn, dass dann jeder selbst die Kleidung an Ort und Stelle bringt. Wir haben hier den nötigen Lagerplatz und können immer sofort reagieren“, erklärt Zell.

    Stücke fürs Regal retten

    Wieder zurück ins obere Stockwerk. Zurück vom Katastrophenfall hin zum täglichen Geschäft. Wie sieht das aus? Im Kleiderglück kann grundsätzlich jeder seine Kleidung abgeben. Im besten Fall: gewaschen, sortiert – und unbeschädigt. Nicht immer haut das hin. Ab und an aber verlieben sich die Mitarbeiterinnen in schöne Stücke und nehmen schon mal eines mit nach Hause. Dort waschen oder nähen sie es, um es doch noch fürs Regal zu retten. Ohne diesen Antrieb, dieses Herzblut, das die Ehrenamtlichen in den Kleiderladen hineinstecken, würde das ganze System hier nicht funktionieren.

    Ist die Ware sortiert, legen die Ehrenamtlichen Preise fest und zeichnen die Kleidungsstücke aus. Jedes bekommt ein eigenes Etikett mit dem Logo des Kleiderglücks – das auf den ersten Blick erst mal nicht aufs Deutsche Rote Kreuz hinweist. Für die Preise hat das Team eine Liste erstellt, an der es sich orientieren kann, im Grunde ist es aber jedes Mal eine Einzelentscheidung: Wie oft wurde das Teil schon gebraucht? Wie viel gibt es davon im Laden? Und: Für wen ist es gedacht? „Besonders bei der jungen Mode halten wir die Preise sehr niedrig, dass sich Jugendliche auch mit wenig Geld mal ein neues Top leisten können“, beschreibt Zell.

    Eine neue Designertasche

    Beim Besuch vor Ort zeigen die Mitarbeiterinnen als Erstes eine schwarze Handtasche in einer Glasvitrine. Neuware. Designerware sogar, von Strenesse, erklären sie, so eine Tasche koste schon mal um die 400 Euro. Im Kleiderglück können sie die Kunden jetzt für 80 Euro erwerben. Immer wieder komme es vor, dass Neuware abgegeben werde.

    Wer im Kleiderladen einkauft und nachweisen kann, dass er hilfsbedürftig ist, beispielsweise mit der Giengener Einhornkarte, muss nur die Hälfte zahlen. Als der Laden vor zehn Jahren geöffnet hat, seien überwiegend Menschen gekommen, die ein niedriges Einkommen hatten und diesen Rabatt in Anspruch genommen haben. Mittlerweile aber kauften auch viele andere im Kleiderglück ein – entweder im Sinne der Nachhaltigkeit, den Gedanken unterstützend, dass Kleidung so lange wie möglich getragen wird, oder, wie seit Kurzem, angesichts steigender Preise.

    Im Kleiderladen nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch andere Entwicklungen wahr, die sich Tausende Kilometer weit weg von Giengen abspielen. So habe sich die Qualität der Kleidungsstücke in den vergangenen Jahren mehr und mehr verschlechtert. Kein Wunder, wenn man sich in der Modewelt umschaut: Alle paar Wochen werden neue Kollektionen beworben, Kunden bestellen im Internet immer noch mehr Neuware. Selbst bei Marken, von denen man es nicht erwarten würde, seien Nähte schief genäht oder klemmten Reißverschlüsse. „Das ist alles nur noch Synthetik und Plastik“, erklärt Ladenleiterin Wilmann.

    Während der Pandemie sei im Laden viel neue Ware angekommen, auch im Winter laufe es meistens ganz gut, weil die Leute dann Zeit hätten, um zu Hause zu räumen. „Im Sommer lässt es immer nach und auch bei den Männerklamotten hapert es“, schildert Zell.

    Der neue Laden sei zwar heller, luftiger und schicker, vor allem aber deutlich größer. Zwischenzeitlich sei es daher „echt knackig“, die Fläche zu bestücken. Womit das DRK zudem zu kämpfen hat: fehlende Ehrenamtliche. Ladenleiterin Wilmann ist fest angestellt, alle anderen Mitarbeiter im Kleiderglück unterstützen das DRK ehrenamtlich. An der Wand des Mitarbeiterraums hängen zwar viele Portraits von Freiwilligen, die im Laden arbeiten, es seien aber noch immer zu wenige. Vor allem fehlten junge Menschen, die als Unterstützung nachkämen.

    Mehr Anreize gefordert

    Der DRK-Laden darf als Non-Profit-Organisation keine großen Beträge erwirtschaften, lediglich eine kleine Rücklage für Krisen wie die Pandemie. Die Ehrenamtlichen verdienen nichts, sie können sich nur ihre Fahrtkosten erstatten lassen. „Wir machen aber immer wieder Ausflüge oder durften an Fortbildungen teilnehmen“, betont Inge Miholic, die sich seit zehn Jahren im Kleiderglück engagiert.

    Zell wünscht sich von der Politik mehr Anreize fürs Ehrenamt, Vergünstigungen zum Beispiel. „Sonst können wir soziale Projekte wie diesen Laden in Zukunft nicht mehr stemmen.“

    Austausch mit anderen DRK-Läden

    Nicht alles, was in Giengen abgegeben wird, bleibt auch in Giengen. Zwei Fahrer, angestellt auf Honorarbasis, fahren mehrmals pro Woche zwischen dem Kleiderglück und der Heidenheimer Kleiderkammer hin und her, um gegebenenfalls Ware zu tauschen. Aussortierte Kleidung, die kaputt ist, geht an die Kollegen aus Schwäbisch Gmünd und von dort weiter zu Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, aus Klamotten Malervlies, Fußmatten oder Putzlappen herzustellen.

    Das erste ist geschafft, das zweite wird schon bald folgen. Gemeint sind die Stockwerke der neuen Rettungswache in Gerstetten. Seit Ende September laufen auf der Baustelle am nördlichen Ortsrand, gegenüber dem Edeka-Markt, die Bauarbeiten. Und das auf Hochtouren: Bis Weihnachten soll der Rohbau stehen, bis zum Ende des Jahres 2023 ist die Fertigstellung des Flachdachbaus vorgesehen. Ein neues Domizil haben dann sowohl die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes als auch die Beamten des Gerstetter Polizeipostens. Letztere sollen hauptsächlich im Obergeschoss unterkommen, die Rettungskräfte im Erdgeschoss. Der Bau des Feuerwehrhauses steht  auf dem Grundstück ebenfalls an. (HZ v. 02.12.22)

  • November

    Bergwacht blickt auf 50 Jahre zurück

    Jubiläum - Zur Feier findet am kommenden Samstag ein Vortrag mit der Profi-Alpinistin Ines Papert statt. (HZ v. 10.11.22)

    Herbrechtingen. Die Herbrechtinger Bergwacht blickt auf 50 Jahre zurück. Im vorigen Jahr machten Infektionsschutzauflagen eine Jubiläumsveranstaltung nicht möglich. Nun findet sie im 51. Jahr des Bestehens der Bergwacht statt. Die mehrmalige Eiskletterweltmeisterin und Profi-Alpinistin Ines Papert präsentiert mit ihrem Lebens- und Seilpartner Luka Lindič ihren neuen Vortrag „Face to Face“ am Samstag, 12. November, um 19.30 Uhr in der Bibrishalle. Sie erzählen spannende Geschichten von Touren als kleines Zweierteam in den heimatlichen Bergen und dann in Alaska.

    Dass in diesem Jahr wieder praktisch geübt werden konnte, erlebten auch die Mitglieder der Bergwacht-Einsatzgruppe wie einen Neuanfang. Und es traf auf die Bindsteinhütte im Eselsburger Tal ebenfalls zu: Nach zwei Jahren Stillstand konnte wieder geöffnet werden.

    Seit die Bergwacht 1971 ins Leben gerufen wurde, hat sich viel verändert. Davon kann Alfred Eberhardt als Gründungsmitglied einiges erzählen. Im Laufe der Zeit gab es unzählige Verbesserungen in der Ausbildung und im Einsatzmaterial der Rettungskräfte. Im Gegensatz zum früheren Sanitätskurs absolvieren die Frauen und Männer der Bergwacht heute einen zehntägigen Kurs in Notfallmedizin als Voraussetzung für weitere Prüfungen.

    Gab es vor Jahren noch Stahlseile zur Felsrettung, werden heute leichte Nylon- und Dyneemaseile verwendet, die sicherer in der Handhabung, flexibler und schneller bei Rettungsmaßnahmen einsetzbar sind. Auch an die Bekleidung stellt man mittlerweile hohe Ansprüche bei der Bergwacht. Sie muss zu jeder Jahreszeit vor Witterungseinflüssen bestmöglichen Schutz bieten.

    Das Konzept der Erneuerung setzt sich bei den Fahrzeugen fort. 2021 weihte die Herbrechtinger Gruppe ihr neues UTV (Utility Terrain Vehicle) ein, ein hochgeländegängiges kleines Allradgefährt der neuesten Generation von Rettungsfahrzeugen der Bergwacht Württemberg.

    Dass hier eine finanzielle Eigenleistung bei den Anschaffungen fällig wird, gehört bei der Bergwacht zum Normalfall. Deshalb sind Einnahmen, wie z. B. von der Bindsteinhütte, für die Gruppe wichtig.

    Für den Ernstfall geübt

    Katastrophenschutz -  Im Steinbruch in Burgberg probten Einheiten aus den DRK-Bereitschaften aus Giengen und Niederstotzingen. (HZ v. 08.11.22)

    Am vergangenen Sonntagvormittag übten Einheiten aus den DRK-Bereitschaften Giengen und Niederstotzingen gemeinsam für den Ernstfall – bei nasskaltem Herbstwetter in schwierigem Gelände, nämlich dem Steinbruch bei Burgberg. Die Annahme: Zwei rivalisierende Jugendgruppen treffen aufeinander und verletzen sich gegenseitig.

    Solche Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Katastrophenschutzvorsorge. Sie werden in regelmäßigen Abständen abgehalten mit dem Ziel, die Hilfeleistungen sowie Maßnahmen der Katastrophenbekämpfung zu trainieren und wirksamer zu gestalten. Sie dienen ferner der Überprüfung des Ausbildungsstandes sowie der Festigung und Vervollkommnung der Handlungssicherheit der Einsatz- und Führungskräfte.

    Coronabedingt waren seit Beginn der Pandemie größere Übungslagen mit vielen Verletzten und Einsatzkräften nicht mehr möglich. Und trotz aller Schwierigkeiten war bei dieser Übung ein großes Aufgebot an ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern vor Ort.

    Die Rückmeldungen der Beobachter nach Ende der Übung war insgesamt sehr positiv. Die gezeigten Leistungen machten deutlich, dass die Helferinnen und Helfer nicht wirklich viel verlernt haben. Und trotzdem stand am Ende dieses schwierigen Einsatzszenarios auch die Erkenntnis, dass Übung bekanntlich den Meister macht. 

  • Oktober

    Neue Rettungswache in Gerstetten: Umriss schon gut zu erkennen

    Ein knapper Monat ist vergangen, seit sich Vertreter des Roten Kreuzes, von Polizei und Rathausverwaltung zum offiziellen ersten Spatenstich getroffen haben. Seither hat sich auf der Baustelle am nördlichen Ortsrand Gerstettens schon einiges getan. Die Umrisse der künftigen Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes bzw. des Polizeipostens sind schon ziemlich gut zu erkennen. Der Rohbau soll bis Weihnachten stehen. Bis zur Fertigstellung Ende des Jahres 2023 ist dann aber noch viel zu tun: Entstehen soll hier ein zweigeschossiger Flachdachbau, in dem das DRK größtenteils im Erdgeschoss unterkommen soll, die Polizei im Obergeschoss des Gebäudes. Erwartet wird, dass die Rettungskräfte von ihrem neuen Standort aus noch schneller am jeweiligen Einsatzort eintreffen werden. Kosten soll der Neubau insgesamt rund 3,5 Millionen Euro. (HZ v. 25.10.22)

    Zehn Jahre Kleiderglück

    Secondhand - Das soziale Projekt des DRK mit Kleidung aus zweiter Hand verspürt eine steigende Nachfrage. (HZ v. 20.10.22)

    „Eigene Kleiderschätze abgeben und neue entdecken“ ist der Grundgedanke des Secondhandladens „Kleiderglück“ in der Marktstraße 39. Oberbürgermeister Dieter Henle gratulierte zum 10-jährigen Bestehen und lobte das soziale Projekt des DRK-Kreisverbands Heidenheim. „Ihr Secondhandladen schont Umweltressourcen ebenso wie das persönliche Budget im Geldbeutel – hier einzukaufen, ist eine rundum gute Sache“, so der Oberbürgermeister.

    Im „Kleiderglück“ ist gut erhaltene Kleidung für Erwachsene zu finden, dazu Taschen, Schuhe und Accessoires. Besitzerinnen und Besitzer der Giengener Einhornkarte erhalten 50 Prozent Ermäßigung auf das Warensortiment.

    Waren sortieren, auszeichnen, präsentieren, verkaufen und Kunden beraten – all das wäre ohne zuverlässige Kräfte nicht möglich. Präsident Dr. Bernhard Konyen und Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck bedankten sich daher per Blumenstrauß für das hohe Engagement der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verliehen Urkunden für 10-jährige Treue.

    Was auch erwähnt wurde: Da die Nachfrage nach Secondhandmode steigt, würde sich das Team über weitere Unterstützung freuen. Wer Interesse hat, kann sich einfach im Laden melden.

    Dank ging auch an die Sponsoren des „Kleidermobils“: Ihr Einsatz in Kooperation mit der Firma Brunnermobil ermöglichte es, das in die Jahre gekommene Auto zu tauschen. Die Ware ist nun weiterhin zuverlässig zwischen dem „Kleiderglück“ und der Kleiderkammer des DRK in der Schloßhaustraße 98 in Heidenheim unterwegs.

  • September

    Alle unter einem Dach

    Rettungswache - Große Freude herrschte am Dienstag über den Beginn der Bauarbeiten für das neue Domizil von DRK und Polizei in Gerstetten. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant. (HZ v. 28.09.22)

    Bereits seit Anfang des Monats sieht man, dass sich auf der Baustelle im Bereich Oster-/Heuchstetter Straße etwas tut. Jetzt sind die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen: Mit dem ersten offiziellen Spatenstich hat am Dienstagnachmittag die heiße Phase begonnen. Entstehen soll dort, am nördlichen Ortseingang Gerstettens, die neue Rettungswache des DRK samt Polizeiposten. Zu Ende gehen damit einige Jahre des Planens und Improvisierens.

    Die Freude darüber war am Dienstag allen Beteiligten anzumerken. So sprach etwa Dr. Bernhard Konyen, Präsident des DRK-Kreisverbands Heidenheim, von einem „Meilenstein in der Entwicklung der regionalen notfallmedizinischen Versorgung“ und Gerstettens Bürgermeister Roland Polaschek von einem seit zehn Jahren herbeigesehnten Tag. Hintergrund sind die gesetzlich festgelegten Hilfsfristen, innerhalb derer notfallmedizinisches Personal nach der Alarmierung am Einsatzort eintreffen soll. In Gerstetten und besonders in dessen Teilorten habe man früher ein enormes Problem gehabt, die vorgegebenen 15 Minuten (bald: zwölf Minuten) einzuhalten, erinnerte Konyen. Man habe in Gerstetten daher einen neuen Standort geschaffen – zunächst auf Probe, um herauszufinden, ob die Hilfsfristen dadurch tatsächlich besser eingehalten werden können. Letztendlich hätten „beeindruckend gute Zeiten“ die Notwendigkeit einer Rettungswache in Gerstetten bestätigt. Aus dem Probe-Standort wurde also im Januar 2015 ein fester Standort. Nur die Räumlichkeiten wollten nie so recht passen. „Es ist bis heute ein Provisorium geblieben“, lautete Konyens Urteil.

    Mit der neuen Rettungswache wird sich das ändern. In dem zweigeschossigen Flachdachgebäude in Massivbauweise soll den Rettungskräften viel Platz zur Verfügung stehen. Während die Polizei hauptsächlich im Obergeschoss unterkommt, soll sich das DRK im Erdgeschoss einrichten. Wie Bauingenieur Heribert Gall erläuterte, ist vorgesehen, dass der Rohbau bis Weihnachten steht. Ende 2023 sei dann mit der Fertigstellung des Neubaus zu rechnen. Samt Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher. Besondere Anforderungen sind laut Gall im Bereich des Polizeipostens gegeben, darunter Videoüberwachung sowie ein durchschusssicherer Schalterbereich.

    Auch für Dr. Stefan Horrer, Leiter des Amts für Vermögen und Bau mit Sitz in Schwäbisch Gmünd, ist der Bau des Polizeipostens Neuland. „Normalerweise mieten wir Räumlichkeiten an“, ließ Horrer wissen. In Gerstetten aber sei dies nicht gelungen und so habe das Land erstmals über seinen Schatten springen müssen. Im Ergebnis kaufe das Land nun tatsächlich eine Immobilie. „Es war die sinnvollste, beste und wirtschaftlichste Lösung“, fasste Horrer zusammen. Davon sei letztlich auch das baden-württembergische Finanzministerium überzeugt gewesen. Die Erste Landesbeamtin des Landkreises Heidenheim, Marlene Bolz, lobte in Vertretung von Landrat Peter Polta dieses Vorgehen der beiden Blaulichtorganisationen: „Synergien stärken ein gutes Miteinander.“ Gemeinsam könne man oft die besten Lösungen finden.

    Fehlt nur noch die Gerstetter Freiwillige Feuerwehr. Auch sie soll auf dem Grundstück ein neues Zuhause finden. Allerdings erst in einem zweiten Bauabschnitt, wie Bürgermeister Polaschek erläuterte. Die Politik des Landes sei manchmal nicht durchschaubar, es gebe Verzögerungen. Aber: „Wir werden bauen, das ist sicher“, bekräftigte Polaschek. „Das wird eine tolle Geschichte.“

    3,5 Millionen Euro soll der Neubau von Rettungswache und Polizeiposten kosten. Zwar habe man eine Kostensteigerung zu verkraften, so Ingenieur Heribert Gall, diese sei aber im Rahmen. Mehr als die Hälfte der Leistungen sei bereits ausgeschrieben. Auch hier sehe man, dass die eingegangenen Angebote nicht allzu sehr über dem Schätzwert liegen. Wie David Richter, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Heidenheim-Ulm, berichtete, steht eine Landesförderung von einer Million Euro in Aussicht.

    Gerstetter Rettungswache: Die Bauarbeiten haben begonnen

    Die Planungsphase ist zu Ende, jetzt geht es los: Am nördlichen Ortsrand von Gerstetten findet am kommenden Dienstag, 27. September, der erste Spatenstich für die neue Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes statt. Bereits jetzt lassen die Vorarbeiten auf der vorgesehenen Fläche gegenüber des Edeka-Markts erkennen, dass sich hier baulich etwas tut. Bürgermeister Roland Polaschek freut sich darüber: Seit mehr als zehn Jahren habe man darauf hingearbeitet. Eine neue Heimat finden soll in dem geplanten Flachdachbau auch der Gerstetter Polizeiposten. Und in einem zweiten Schritt ist auf der Fläche zudem noch der Neubau der Gerstetter Feuerwache geplant. So schnell wie möglich wolle man mit den Arbeiten beginnen, so der Bürgermeister. Aktuell fehle der Gemeinde aber noch eine Rückmeldung zur Förderung über den Ausgleichstock des Landes. (HZ v. 22.09.22)

    Fahrgäste aus Zug evakuiert

    Niederstotzingen. Ein Regionalzug musste gestern Mittag kurz vor Niederstotzingen gestoppt werden. Grund hierfür war offenbar ein technischer Defekt. Auf Nachfrage konnte die Bundespolizei zunächst nur bestätigen, dass es auf der Strecke einen technischen Defekt gegeben habe. Da es sich um keinen polizeilichen Einsatz gehandelt hat, war die Bundespolizei selbst nicht vor Ort. Ihren ersten Informationen zufolge sollen die Fahrgäste auch zeitnah aus dem Zug evakuiert worden sein. Der Zug selbst stand um 18.30 Uhr immer noch auf der Strecke. Die Fahrgäste vor Ort jedenfalls hatten bis dahin einiges mitgemacht: Der Zug sei planmäßig bereits kurz vor 13.30 Uhr in Langenau losgefahren. Erst Stunden, nachdem er dann kurz nach Asselfingen halten musste, sei er evakuiert worden. Zwischenzeitlich hatte der Niederstotzinger Bürgermeister Marcus Bremer die Stadthalle geöffnet, um den Fahrgästen, die noch immer auf den Schienenersatzverkehr warteten, Unterschlupf vor dem Regen zu bieten. Feuerwehr und DRK brachten die etwa 80 bis 100 Reisenden in die Halle. Bei der SWEG war bislang niemand dazu zu erreichen. (HZ v. 15.09.22)

    Kletterer gerettet

    Bergwacht - Am Samstag war ein 51-Jähriger zehn Meter in die Tiefe gestürzt. (HZ v. 05.09.22)

    Königsbronn. Wie die Bergwacht Heidenheim mitteilt, alarmierte die Regionalleitstelle Ostwürttemberg die Bergwachten Heidenheim und Herbrechtingen am Samstag um 13.33 Uhr. Eine Person sei am Felsen des Herrenstein bei Königsbronn während eines Kinderferienprogramms ungefähr zehn Meter in die Tiefe gestürzt und habe sich dabei schwer verletzt.
    Laut Polizei wollte ein 51-Jähriger den Jugendlichen der Ferienfreizeit zeigen, wie man sich an einer Felswand richtig abseilt. Dem Mann sei dabei offensichtlich ein Fehler unterlaufen, so dass er abstürzte.
    Da der Mann unterhalb einer Felskante lag, mussten die Rettungskräfte der Bergwachten den Verletzten mithilfe eines Flaschenzugs, einer Gebirgstrage und unter Beachtung der Eigensicherung nach oben transportieren. Von dort übernahm der Rettungsdienst den Transport des 51-Jährigen, der sich laut Polizei einen Beinbruch zuzog, ins Krankenhaus.
    Es waren acht Kräfte der Bergwachten zwei Stunden im Einsatz. Die Kinder waren beim Eintreffen der Bergwachten nicht mehr vor Ort. Bergwacht/pol/lis

     

  • August

    Wo Ernst mit Spaß bewältigt wird

    Rettungshunde - Die DRK-Staffel des Kreises Heidenheim gehört inzwischen zu den fünf größten in Baden-Württemberg. Die Arbeit mit den Vierbeinern erfordert aber auch Geduld und verlangt mitunter einiges ab. (HZ v. 29.08.2022)

    Nein! Auf die Frage, ob sie sich ein Leben ohne Hunde vorstellen kann, muss Gertrud Fucker nicht lange überlegen. Die intelligenten Vierbeiner gehören zum Leben der 55-jährigen Hürbenerin wie das tägliche Brot. Seit es im Kreis Heidenheim eine DRK- Rettungshundestaffel gibt, ist Gertrud Fucker mit dabei, leitet gemeinsam mit Bernd Weireter die Staffel mit 33 aktiven ehrenamtlichen Hundeführern. 25 Hunde sind in Ausbildung, 8 geprüft und einsatzfähig.

    Damit haben es die Rettungshunde des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Kreis Heidenheim zu den fünf größten DRK- Staffeln im Bundesland Baden-Württemberg geschafft. Aus den bescheidenen Anfängen im Gründungsjahr 1996 ist längst eine schlagfertige Gruppe geworden. „Man kann schon sagen, dass sich das Rettungshundewesen hier fest etabliert hat“, sagt Getrud Fucker nicht ohne Stolz.

    Bis zu 20 Einsätze im Jahr

    Rund 15 bis 20 Mal im Jahr werden die Hunde zu Vermisstensuchen gerufen, meist geschieht das in Kooperation mit der BRH-Rettungshundestaffel, die als Rettungs- und Suchhundegruppe (ReSuG) ebenfalls ehrenamtlich im Einsatz ist. Als beispielsweise im Januar dieses Jahres ein Mann als vermisst gemeldet wurde, durchkämmten die Helfer mit ihren Hunden die ganze Nacht hindurch Flächen um Giengen, Hermaringen und Niederstotzingen.

    Um 6 Uhr in der Früh wurde der Einsatz zunächst erfolglos abgebrochen, ehe dann weitere Aktionen folgten. Das geht für Mensch und Tier an die Belastungsgrenze, und deshalb muss eine straffe Organisation her, die entsprechende Ruhepausen umfasst. Leider wurde die gesuchte Person später tot aus der Brenz geborgen. Doch es gab auch schon Erfolgsmeldungen: Vor zwei Jahren wurde eine vermisste Person im Heidenheimer Osterholz von einem Hund aufgespürt.

    Die meisten ausgebildeten Hunde der Heidenheimer DRK- Staffel sind Flächensuchhunde, ein paar wenige Trümmersuchhunde. Um die Vierbeiner mit ganz unterschiedlichen Szenarien und Umgebungen vertraut zu machen, wechseln die Trainingsorte ständig ab. Mal geht es auf den Pausenhof eines Schulgeländes, mal in den Wald, in eine Reithalle oder auch auf Firmengelände.

    Zweimal in der Woche wird trainiert, und der Weg zu einem ausgebildeten Suchhund ist durchaus anspruchsvoll. Im Rahmen eines Eignungstests wird erst einmal ermittelt, ob der Hund für die Rettungssuche geeignet ist. Durch den Einsatz akustischer Störfaktoren wie etwa die Geräusche von Rasenmähern oder Motorsägen und visuellen Ablenkungsmanövern lässt sich schnell herausfinden, ob der beste Freund des Menschen die Ruhe behält oder zur Panik neigt.

    Besteht er diesen Eignungstest, wird er durch zahlreiche Übungseinheiten auf die Prüfung vorbereitet. „Eine Ausbildung dauert mindestens zwei Jahre“, unterstreicht Gertrud Fucker, dass erst einmal Geduld gefragt ist. Außerdem muss die Prüfung alle zwei Jahre wiederholt werden.

    Jagd- und Hütehunde haben erfahrungsgemäß die besten Chancen, eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Grundsätzlich seien körperliche Fitness des Tieres, eine ausgeprägte Neugier, Freude an der Arbeit und eine gute Sozialisation im Verbund der Gruppe vielversprechende Voraussetzungen.

    Die Kunst bestehe darin, den Hunden irgendwie zu vermitteln, dass die Suche nach einem Menschen spannender ist als alles andere, was davon ablenken will. Der eigentliche ernsthafte Hintergrund, vermisste Personen aufzuspüren, soll dem Hund Spaß machen. Gleichzeitig sagt Gertrud Fucker aber auch: „Wir sind kein Hunde-Spaßklub!“ Ziel sei es, ein einsatzfähiges Team zu generieren. Und der Aufwand, um einen hohen Standard in der Vermisstensuche zu halten, ist durchaus groß. 2021 kam die Staffel Heidenheim auf rund 7000 Stunden, die im Übungsbetrieb oder bei Einsätzen geleistet wurden.

    Die Arbeit fordert auch viel Geduld, ist mitunter eine Herausforderung. Denn überall dort, wo Lebewesen mit unterschiedlichen Temperamenten und Charakteren aufeinandertreffen, geschieht auch Unvorhergesehenes. „Wir haben es aber noch nie erlebt, dass ein Hund im Übungsbetrieb abgehauen ist“, schränkt Gertrud Fucker ein. Doch immer wieder gibt es auch lustige Momente: ein Labrador beispielsweise, der sein abgeholtes „Bringsel“ mit einer Pfote auf dem Kopf gestenreich unterstrich.

    Spaß und ein guter Zweck

    Was der Bereitschaftsleiterin am Rettungshundewesen am meisten zusagt, ist die Kombination einer tollen Freizeitbeschäftigung mit dem vierbeinigen Kameraden, die eben nicht nur allein sportlichen Aspekten Rechnung trägt, sondern auch einem Zweck dient, der helfen kann, Menschenleben zu retten.

    Dabei gibt es durchaus auch Einsätze, die an die Grenzen der Belastbarkeit gehen. Auch im Entführungs- und Mordfall Maria Bögerl wandte sich die Polizei an die DRK-Rettungshundestaffel. Es sei ein Einsatz gewesen unter „extremen Bedingungen, in enger Zusammenarbeit mit der Polizei“, erinnert sich Gertrud Fucker. Hinzu kam eine erhöhte psychische Belastung. „Wir wussten, in diesem Fall hatten wir es mit einem Verbrechen zu tun. Und die öffentliche Aufmerksamkeit hatte eine ganz andere Dimension.“

    Unterm Strich aber sind es die freudigen Momente der Kooperation zwischen Mensch und Tier, die das zeitaufwendige Hobby bereichern. Auch sogenannte „Rentenhunde“, die zur Vermisstensuche nicht mehr eingesetzt werden können, dürfen noch mittrainieren. Gertrud Fucker selbst, die seit 40 Jahren dem DRK angehört, nennt drei Schapendoes (niederländische Hütehunde) ihr eigen. Der älteste von ihnen heißt „Räuber“, ist mit gut 13 Lenzen schon im „Rentenalter“. Sein Kollege „Knopf“ ist neun Jahre alt und ausgebildeter Flächensuchhund, der kleine „Joey“ ist mit anderthalb Jahren noch in der Ausbildung. Der zweifachen Mutter, die ursprünglich aus Gussenstadt kommt und bei der BSH in Giengen in der Teamleitung der Entwicklung beschäftigt ist, dürfte es damit auch in der Freizeit nie langweilig werden. Aber wie gesagt: Ein Leben ohne Hunde ist für sie und ihren Mann Frieder nicht vorstellbar. „Nicht einmal ein Urlaub“, ergänzt sie. Was könnte einen Menschen für die Leitung einer Rettungshundestaffel wohl besser qualifizieren?

     

    Hunde und ihr ausgeprägter Geruchssinn

    Was Hunde zur Personensuche besonders qualifiziert, ist ihre Nase. Ein Hund riecht im Durchschnitt mindestens 44mal besser als ein Mensch und verfügt darüber hinaus über ein Geruchsgedächtnis, das heißt, er kann sich an Gerüche erinnern.

    Ein Phänomen ist auch, dass Hunde die Wahrnehmungen, die sie über den rechten oder linken Nasenflügel aufnehmen, differenzieren können. Das heißt, sie riechen sozusagen stereo.

    Die Fähigkeit, Gerüche zu differenzieren, gepaart mit der Leidenschaft, mit Menschen partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, machen Hunde für die Personensuche so wertvoll, betont folgerichtig auch Gertrud Fucker.

    Hundestaffel zu Besuch

    Die Rettungshundestaffel des DRK war zu Besuch im Paul-Gerhardt-Stift. Den Bewohnern wurde an verschiedenen Beispielen geschildert und gezeigt, wie die Hunde geschult werden. Alle Beteiligten durften die Hunde streicheln und Leckerlis verteilen. Neben dem Geschehen im Speisesaal waren drei der Hunde im Haus unterwegs und besuchten einige Bewohner im Zimmer. Auch hier konnten die Tiere ein Lächeln hervorrufen. (HZ v. 25.08.22)

    Praxis durch nichts zu ersetzen

    Bergwacht - Herbrechtinger Einsatzkräfte stellen fehlende Routine wegen Corona fest. 2000 Stunden wurden geleistet. (HZ v. 15.08.22)

    Hermaringer Schüler spenden Schulranzen

    Die Ausstattung für die Einschulung kann für Familien mit kleinem Budget sehr kostenintensiv sein.

    Die Schüler der vierten Klasse an der Rudolf-Magenau-Grundschule in Hermaringen hatten deshalb die nachahmenswerte Idee, gut erhaltene Schulranzen für andere Kinder zu spenden. Nele Grundler und Laura Brezger haben in Vertretung ihrer Klasse mit Elternvertreterin Miriam Grundler die Schultaschen in die Heidenheimer DRK-Kleiderkammer gebracht, wo sie von Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck und der Koordinatorin der soziale Projekte Angela Zell in Empfang genommen wurden.

    Wegen der hohen Inzidenzen bittet das DRK, für Besuche in der Kleiderkammer einen Termin zu vereinbaren. Tel. 07321 358327. (HZ 03.08.2022)

  • Juli

    Bürgermeister Roland Polaschek erhält die Dankesmedaille der Präsidentin des DRK Landesverbands Baden-Württemberg

    Über 21 Jahre war Bürgermeister Roland Polaschek aus Gerstetten als Ortsvereinsvorsitzender des Gerstetter DRKs in verantwortlicher Position. Und er hat seine Aufgabe sehr gut gemacht und dem DRK Ortsverein in vielfälliger Weise geholfen und seine Unterstützung zukommen lassen.

    In einer kleinen Ehrungsfeier im Gerstetter Rathaus erhielt Polaschek für seine Leistung vor kurzem eine seltene und ganz besondere Ehrung. In Vertretung der Präsidentin Barbara Bosch des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg kam eigens Landesgeschäftsführer Marc Groß nach Gerstetten, um stellvertretend für die Präsidentin deren Grüße und Dank für das außergewöhnliche Engagement von Roland Polaschek zu überbringen. Anwesend waren zu diesem besonderen Anlass auch der Präsident des DRK-Kreisverbands Heidenheim, Dr. Bernhard Konyen sowie DRK-Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck. Stellvertretend für den DRK-Ortsverband waren der neue Ortvereinsvorsitzende Georg Jäger sowie Bereitschaftsleiterin Margit Rehm gekommen.

    Marc Groß würdigte Roland Polaschek für seine über 20 Jahre währende Tätigkeit und die damit verbundene Verantwortung. „Es ist nicht einfach, Menschen dafür zu begeistern, über viele Jahre beim Deutschen Roten Kreuz zu bleiben und in einer Führungsrolle Verantwortung zu übernehmen.“

    Groß fügte an, dass auch oder gerade die jüngste Vergangenheit gezeigt hat, wie wichtig der Zusammenhalt in unserem DRK vor allem vor Ort ist. Was das Deutsche Rote Kreuz ausmacht sei, „dass wir im Lokalen vernetzt sind, dass man sich auf uns verlassen kann und dass wir bescheiden sind. Dass wir versuchen, durch unsere tägliche Arbeit zu überzeugen.“

    Der Landesgeschäftsführer ging in seiner Laudatio auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort ein. „Häufig funktioniert es da, wo Menschen sich auf Augenhöhe begegnen, wo man sich nicht zu ernst nimmt, wo man bescheiden ist.“

    „Wenn Sie heute auf die vergangenen 21 Jahre zurückblicken, dann können Sie sich auch mal auf die Schultern klopfen. Das war solide Arbeit. Ich finde es schön, dass Sie einer der ersten sind, der diese Ehrung bekommt, die Dankesmedaille der Präsidentin des DRK Landesverbandes. Die ist neu geschaffen worden, um genau solche Leistungen zu würdigen.“

    Barbara Bosch wurde im letzten Jahr zur ehrenamtlichen Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung ins Landeskabinett berufen. Ihr sei es eine Herzensangelegenheit, wenn DRK-Arbeit vor Ort pragmatisch geleistet und dann eine ganze Region davon begeistert wird.

    Polaschek habe das Image des DRKs gestärkt, man spüre das am Ende an der lokalen Begebenheit und an den Menschen, die für das Deutsche Rote Kreuz tätig sind. Wo Menschen über Jahre hinweg das DRK nach vorne gebracht haben.

    Marc Groß überreichte Bürgermeister Polaschek, stellvertretend für die Präsidentin Bosch des DRK Landesverbands Baden-Württemberg, die Dankesmedaille der Präsidentin und hatte auch noch einen kleinen DRK-Retter (von Playmobil) als Geschenk dabei.

    Quelle: DRK

     

  • Juni

    Rettungswagen für die Ukraine

    Spende - Zwei Amerikaner haben dem DRK ein Fahrzeug abgekauft und der Heidenheimer Hilfsaktion übergeben. Die bringt es jetzt gemeinsam mit den Spendern an die ukrainische Grenze. (HZ v. 30.06.22)

    Mehr Operationen, weniger Konserven

    Blutspenden - Die Auswirkungen von Corona und Ukraine-Krieg sind auch im Kreis Heidenheim immer deutlicher zu spüren. Vor allem die Zahl der Erstspender ist gesunken. (HZ v. 28.06.22)

    Mit dem Roten Kreuz fest verbunden

    Ehrungen - Erstmals wurde die Ehrenmedaille des Kreisverbands in Gold übergeben. Sie ging an Udo Lindlein. (HZ vom 08.06.2022)

    Ein Hund soll helfen

    Sammelaktion - Steinheims DRK engagiert sich für den achtjährigen Lenox. (HZ v. 03.06.2022)

  • Mai

    "Zukunftsweisende Entscheidung"

    Karl-Kaipf-Heim - Damit die DRK-Heidenheim-Pflegedienste auch in Zukunft einen Pflegebetrieb in der Mühlstraße anbieten können, muss das Gebäude zeitnah abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Wie sehen die Pläne aus? (HZ v. 28.05.2022)

    DRK immer stärker gefordert

    Ersthelfer - Die Rot-Kreuz-Einsätze haben im vergangenen Jahr stark zugenommen. Trotz erschwerender Pandemie-Bedingungen meisterte der Kreisverband aber alle Aufgaben mit Bravour. (HZ v. 27.05.2022)

    Zwölf neue Sanitäter können im Notfall helfen

    (HZ v. 16.05.2022)

  • April

    In der Schwage: Erstes Gebäude des neuen DRK-Pflegeheims steht bereits

    HZ vom 28.04.2022

    Heidenheimer Volksbank hilft die Folgen der Flutkatastrophe zu mildern

    Wochen Zeitung vom 23.04.2022

    Neue Leitung beim Dischinger DRK

    Wechsel. Als neuer Bereitschaftsleiter folgt Marco Täubel auf den aus dem Amt scheidenden Helmut Grund. (HZ 19.04.22)

    Kreissparkasse Heidenheim leistet Vor-Ort-Hilfe in der Ukraine

    In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Heidenheim unterstützt die Kreissparkasse Heidenheim die Verletzten aus dem Ukraine-Krieg mit Verbandsmaterial im Wert von 5.000 Euro. (WZ 16.04.2022)

    Saisonstart verschoben

    DRK Bergwacht. Die Bindsteinhütte wird erst an Karfreitag eröffnet. (HZ v. 12.04.22)

    Start in die Hüttensaison

    Bindsteinhütte. Ab kommendem Sonntag sollen Fußgänger und Radfahrer im Eselsburger Tal wieder Rast am Bindsteinfelsen machen können. Nach zwei Jahren Corona-Pause ist es der Bergwacht wieder möglich zu bewirten. (HZ v. 08.04.22)

    Hilfsgüter für die Ukraine

    Das DRK Gerstetten startet eine Spendenaktion. (HZ v. 07.04.22)

    In letzter Sekunde

    DRK und Feuerwehr

    Ein Mann kollabiert, ein Poller versperrt dem Notarzt den Weg zum Einsatzort. Kein Einzelfall im Landkreis Heidenheim. Mit welchen Problemen haben Rettungskräfte sonst noch zu kämpfen? (HZ v. 02.04.22).

  • März

    7023 Einsatzstunden geleistet

    Die Rotkreuz-Bereitschaft Giengen blickt aufs Pandemiejahr 2021 und dessen Herausforderungen zurück (HZ v. 08.03.22).

    Neue Rettungswache für Gerstetten

    Direkt gegenüber des Edeka-Markts am Gerstetter Ortseingang wird in einem ersten Schritt ein Neubau fürs Rote Kreuz entstehen. Zukünftig sollen auch Polizei und Feuerwehr auf dem Areal unterkommen (HZ v. 02.03.22).

  • Februar

    Steinheimer DRK braucht neue Bleibe

    Die Bereitschaft benötigt spätestens im Sommer neue Schulungs- und Lagerräume (HZ v. 11.02.22).